Liebfrauen

           Pfarreiprojekt Gorakhpur Indien             

Verein «Freunde der Diözese Gorakhpur UP/Indien»

Flyer

Auch wenn die Finanzierung der Umgebungsarbeiten und der Zufahrtsstrasse für das Hospiz sowie für den Ambulanz-Jeep immer noch nicht ganz gesichert ist – es fehlen noch etwa CHF 18'000.00 – sind wir zuversichtlich, dass wir den fehlenden Betrag durch Ihre Spenden und Beiträge von Sponsoren bald zusammen haben. Dann können wir zurückblicken auf ein grossartiges, ja fast monumentales Werk, das durch Ihr Mitwirken, liebe Freunde unseres Pfarreiprojekts, entstanden ist und das für viele alte, arme und kranke Menschen zu einem grossen Segen geworden ist. Man stelle sich vor, wie das wohl für solche Menschen sein muss: Entweder im Strassengraben einfach zu sterben, oder in einem Hospiz umsorgt und in Würde den Lebensabend verbringen zu dürfen. 

Wir sind aber auch bereits unterwegs zu "neuen Ufern". Bischof Thomas Thuruthimattam in Gorakhpur plagt schon lange ein Gedanke, den er uns auch in eher düsteren Bildern schildert. Nicht nur bei uns, sondern auch in Indien, sogar in ländlichen, bäuerlichen Gegenden im Norden, lösen sich traditionelle Familienstrukturen langsam auf. Ein schleichender Prozess zwar, der aber seit dem für alle möglichen Zugang zu Social Media und durch die grassierende Arbeitslosigkeit immer mehr beschleunigt wird. Väter haben lokal oft keine Arbeitsmöglichkeit, und müssen sich deshalb weit weg in Grossstädten wie Delhi, Mumbai oder anderen Ballungszentren als Taglöhner verdingen, sind oft für ein ganzes Jahr von ihrer Familie getrennt. So fällt die ganze finanzielle Last der Familie auf die Frau und die Kinder, denn das Wenige, was die Väter aus der Ferne beisteuern können, reicht halt bei weitem nicht. Väter fehlen auch als Vorbilder für ihre Kinder. So halten sich diese immer mehr auf der Strasse – auf der Gasse, wie wir sagen würden – auf,
statt die Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu absolvieren.

Da geraten sie dann zusammen mit ihresgleichen immer mehr in die Fangarme krimineller Banden. Sie werden als Drogenkuriere angeheuert. Die Nepalesische Grenze ist sehr nahe und von dort kommen Drogen in grossen Mengen. Die Jugendlichen greifen selbst zu Drogen, was ganz im Sinne der Dealer ist. Da sie aber das Geld für die "Ware" nicht haben, werden sie auch immer mehr in die Kriminalität getrieben, zu Diebstahl zum Beispiel. So gelangen sie dann in die Arme der Polizei, die mit ihnen alles andere als zimperlich verfährt. Sie kommen ins Gefängnis, werden ohne juristischen Beistand verurteilt, lange bevor sie volljährig sind. Im Gefängnis werden sie durch andere Insassen noch mehr kriminalisiert, und so dreht sich das Karussell immer schneller, aus dem sie nicht mehr aussteigen können.
Der Staat kümmert sich nicht um diese Jugendlichen und die herrschenden Zustände
in den Gefängnissen können wir uns kaum ausmalen. 

Deshalb möchte Bischof Thomas ein Zentrum errichten, als Anlaufstelle für Familien und Jugendliche, eine psychologische und soziale Beratungsstelle, die niederschwellige, präventive Hilfestellung anbietet, bevor es zu spät ist. Bischof Thomas möchte lieber Jugendliche und Familien auffangen und auf eine gute Zukunftsbahn bringen, statt sie in den Gefängnissen besuchen zu müssen. Das Begegnungszentrum soll ein 2-stöckiger Bau, mit Beratungs- und Aufenthaltsräumen werden. Auch Räume für Jugendliche, wo sie sich treffen und austauschen können, statt auf der Strasse auf die schiefe Bahn zu geraten, soll es dort geben. Professionelle Jugendarbeiter und Berater stehen zur Verfügung, denn die Diözese verfügt über eine sehr effiziente Sozialeinrichtung; bloss fehlt es an einem geeigneten Gebäude, damit sie diese Arbeit auch wirkungsvoll ausüben können. Ein Bauplatz und die nötigen staatlichen Bewilligungen liegen vor. Bereits sind die Aushubarbeiten im Gang. Bischof Thomas hat auch von verschieden Sponsoren, so von einem deutschen Bistum und von Missio Deutschland, finanzielle Zusagen bekommen. Wir würden uns gerne mit etwa CHF 60'000 – 65'000 daran beteiligen. Das heisst, dass auch wir wieder bei Sponsoren und Ihnen anklopfen müssen, das aber der guten Sache halber gerne tun.

Zum Schluss noch dies: Zu Weihnachten erhielten wir ein paar zweckgebundene Spenden für bedürftige Menschen und die Kinderheime. So wurden z.B. viele Wolldecken an Menschen auf der Strasse, aber auch 160 davon an Insassen in einem staatlichen Gefängnis verteilt. Bischof Thomas schrieb, wie erstaunt die Gefängniswärter und Angestellten waren, dass eine katholische Organisation so etwas tut, wo doch die meisten Gefangenen Hindus seien. Er macht eben keinen Unterschied, welcher Religion oder Ethnie Menschen angehören. Für ihn sind alle Geschöpfe und Ebenbild Gottes.

Für den Vorstand:

Pfarrer Josef M. Karber und Aline Wolf

PS: Unser Spendenkonto hat eine neue IBAN-Nummer

CH05 8080 8009 0515 4162 8

Neue Einzahlungsscheine können im Sekretariat bezogen werden.  

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Flyer

Auf https://liebfrauen.ch/-4/angebot~67/projekt-gorakhpur--~837/
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Gorakhpur2021H2

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Bischof Thomas Thuruthimattam Bau des Palliativ-Hospizes "KARUNALAY" Gorakhpur2021H10D Gorakhpur2021H3 Gorakhpur2021_4 Gorakhpur2021_3 Gorakhpur2021_2 Gorakhpur2021_1 «Unser» Fatima Hospital Einweihung Strassenkinderheim Abwasserreinigungsanlage Abwasserreinigungsanlage Intensivstation für Neugeborene Einweihung Herzzentrum Intensivstation für Neugeborene Der digitale Herzkatheter Bischof Thomas im Labor Spezialbetten mit Monitoren Strassenkinder in ihrem Heim Gorakhpur2021H1 Gorakhpur2021H2

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CH05 8080 8009 0515 4162 8

PC 87-71996-7 «Freunde der Diözese Gorakhpur, UP/Indien», Zehnderweg 9, 8006 Zürich

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